Leseprobe aus ICH HÖR GERN DER STILLE ZU
Ich hör’ gern der Stille zu
Manche meinen, ich sei eigen,
weil ich stets dem Trubel flieh’.
Dort, wo Feten schallend steigen,
sieht man kaum mich. Eher nie!
Ja, ich streb der Stille zu,
leih verharrend ihr mein Ohr.
Während mit Bedacht ich’s tu,
bleibt die Unruh außen vor.
In der Stille finde ich
Frieden und Gelassenheit.
Stille ist Gebet für mich,
sie hält Energie bereit.
Ich lass alles hinter mir,
atme sanft die Schöpfung ein,
reife und gedeih mit ihr,
und erfreue mich am Sein.
Derart ruhend tief in mir,
kann ich ICH sein und verweile
losgelöst im Jetzt und Hier
in der Stille eine Weile.
© Maximilian Unger