Monatsgedicht

Hier finden sich – monatlich aktualisiert – Gedichte,  fallweise auch Prosawerke.


Monatsgedicht Dezember

Wenn ma schon dahoam herumhockn, soll wenigstens da Spaß an Bord sein:

 

Weihnåcht‘n 2020

 

Betreff Corona-Gschisti-Gschasti

wird uns båld da Bundes-Basti

wieder sog’n, wia’s weitergeht.

Fest, auf olle Fälle, steht:

Mit Ausgehn is nou länger nix

(mit Feiern ah net, des is fix)!

I hoff, es wird båld Lock’rung gebm,

wal des, wos jetzt is, is koa Lebm:

I derf die Enkel net besuchn,

bleib sitzn auf mein‘ Weihnåchtskuchn,

wal kemmen derf, wenns guat geht, nur

grod oa Person! Do bleibt er stur,

da Bundes-Basti, såmt Minista.

Sou kimmt nur oans von die Geschwista,

endweder ‘s Diandl, oder nur

as åndre Mål dånn holt da Bua,

und bringen jeweils bis zur Tür

Leb‘msmitt’l und ah Klopapier

(wal Klopapier, des g'frier i ein,

a Vorråt sullt dahoam scha sein).

 

Hoffentlich wird sich‘s båld ändern!

Möcht ins Kaffeehaus wieder schlendern,

möcht Kinder, Enk’l , Freund und -innen

umårmen. Und sulln’s dånn beginnen,

die Weihnåchtsfeiertåg, dånn wär

dazua mei Wunsch: KOA LOCK-DOWN mehr!

Dürft‘ i an zweit’n Wunsch nou tun,

wünsch‘ i: DAS CHRISTKIND SEI IMMUN

(für Weihnåchtn wär’s a Malheur,

wenn es in Quarantäne wär)!

 

Drum Christkind, loss di testn! UND:

PASS AUF, AUF DI‘  UND BLEIBT JO GSUND! 

  

© Maximilian Unger 



Weitere Werke, Lyrik und Prosa – heiter wie auch tiefgründig, finden sich in meinen diversen Publikationen! Siehe hier!